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 Betreff des Beitrags: Re: Hochwasserkathastrophe
BeitragVerfasst: Fr 16. Jul 2021, 14:03 
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Moderator

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Wohnort: Zwischen Ruhrgebiet, Niederrhein und Münsterland
Nur wurde es teilweise schwierig, überhaupt die Senderstandorte zu erreichen.
Der UKW-Standort Euskirchen von Radio Euskirchen war auch für mehrere Stunden unerreichbar, weil abgesoffen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hochwasserkathastrophe
BeitragVerfasst: Fr 16. Jul 2021, 14:09 
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DAB-Freak

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Nicoco hat geschrieben:
Wie weit hat man bei dem Netz denn mit Redundanzen geplant?

Im Detail weiss ich das zum NGN nicht aber ausfallsicher heisst in der Branche, dass es bei Stromausfall nie ausfaellt und das auf der Strecke Ende zu Ende und das es grundsaetzlich eine 2 Wegefuehrung gibt.
Das ist beim normalen Internet auch so aber eben nicht an den Enden zum Endkunden, was auch Sinn macht, weil es beim Endkunden normalerweise sowieso keinen Notstrom gibt. Das Backbone, also beispielsweise die Internetleitungen zwischen Staedten faellt normalerweise nicht aus. Kritisch ist immer die sogenannte letzte Meile.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hochwasserkathastrophe
BeitragVerfasst: Fr 16. Jul 2021, 14:14 
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Moderator

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Wohnort: Zwischen Ruhrgebiet, Niederrhein und Münsterland
Klingt logisch, dass unsere Netze auf derartige Wassermassen nicht ausgelegt sind, ist auch verständlich.

Aus der Eifel ist weiterhin zu hören, dass Mobilfunk quasi nicht vorhanden ist.
Grundsätzlich mangelt es wohl an der Energieversorgung und viele Standorte sind für Technikerteams auch schlicht nicht erreichbar, sodass der Aufbau einer Notstromversorgung kaum möglich ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hochwasserkathastrophe
BeitragVerfasst: Fr 16. Jul 2021, 14:18 
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DAB-Freak

Registriert: Di 1. Sep 2015, 17:50
Beiträge: 4055
Das ist dann wieder der Vorteil des terrestrischen Rundfunks. Sehr viel weniger Standorte und diese stehen im Allgemeinen doch etwas erhoeht, saufen daher nicht ab und haben einen Diesel, der paar Tage durchhaelt. Fuellsender allerdings ausgenommen. Daher ja inzwischen die von eingen hier bemaengelte 'Ueberversorgung' bei DAB+. Dabei geht es nur darum, dass es zumindest am Fenster immernoch geht, wenn doch mal ein Standort wegfaellt. Beispielsweise hat Stralsund hier nur Batterien. Faellt der aus, gibt es aber noch Signale aus Garz und Zuessow, wo es Diesel gibt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hochwasserkathastrophe
BeitragVerfasst: Fr 16. Jul 2021, 14:27 
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Moderator

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Wohnort: Zwischen Ruhrgebiet, Niederrhein und Münsterland
Klar, Mobilfunkstandorte erreichen häufig nur einen Radius von unter einem Kilometer zuverlässig und in topographisch anspruchsvollen Gegenden wie der Eifel braucht quasi jedes kleinste Kaff seine eigene Mobilfunkzelle. Verlässt man sich dann in solchen Situationen nur auf den Mobilfunk, ist man verloren.
Dazu stehen sie meist eben nicht erhöht auf Bergen, sondern häufig gerade mal auf Dächern von Gebäuden oder kleinen Türmen.
Redundanz aus umliegenden Orten gibt es gerade in der Eifel auch nicht wirklich, da eben die Reichweite zu gering ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hochwasserkathastrophe
BeitragVerfasst: Sa 17. Jul 2021, 08:07 
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DAB-Bitkenner

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Ob Garz als Grundnetzsender bei extremen Regenfällen ausfallsicher ist glaube ich nicht zu 100%. Vor 2 Jahren konnte ich da mal auf dem Gelände rum laufen und es waren gerade 2 Leute vor Ort. Die "Regierung" der MB war gerade im Umfeld unterwegs und hat sich die Gräben der Umgebung angesehen weil das Wasser bis dicht an den Fuß des Mastes und an einer Stelle dicht am Gebäude stand. Das Stück Straße in dem Bereich auf dem Gelände stand komplett unter Wasser. Die Wochen zuvor hatte es damals viel geregnet, aber nicht wirklich Katastrophenartig.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hochwasserkathastrophe
BeitragVerfasst: Di 20. Jul 2021, 10:32 
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DAB-Freak

Registriert: Di 1. Sep 2015, 17:50
Beiträge: 4055
Auf dehnmedia.de gibt es nun auch eine Betrachtung zu dem Thema.
http://dehnmedia.de/?page=update
Festnetz und Mobilfunk funktioniert in den betroffenen Gebieten zum Grossteil immernoch nicht und wird auch so schnell nicht wieder funktionieren. So steht's auch schon oefter's in den gaengigen Medien.
5G Broadcast fuer TV wuerde wohl auch nicht funktionieren denn der dafuer notwendige Rueckkanal vom Empfaenger zum Sender ist vom Fest oder Mobilfunknetz abhaengig.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hochwasserkathastrophe
BeitragVerfasst: Di 20. Jul 2021, 10:37 
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Moderator

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Beiträge: 1120
Wohnort: Zwischen Ruhrgebiet, Niederrhein und Münsterland
Manche Ortsvermittlungstellen, u.a. im Gerolstein, sind vollkommen zerstört und werden aktuell durch mobile Stationen ersetzt. Das dauert natürlich.
Auch sind einige Glasfasertrassen zu den Mobilfunkstationen nicht mehr zu gebrauchen, sodass provisorische Richtfunkstrecken installiert werden.
Die Telekom dokumentiert das sehr schön auf ihrem Youtube-Kanal:
https://www.youtube.com/c/TelekomNetz/videos


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 Betreff des Beitrags: Re: Hochwasserkathastrophe
BeitragVerfasst: Di 20. Jul 2021, 10:45 
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DAB-Freak

Registriert: Di 1. Sep 2015, 17:50
Beiträge: 4055
Die provisorischen Richtfunkstrecken werden zum telefonieren reichen. Internet oder gar Videostreaming wird dort in naechster Zeit nicht moeglich sein. Daher ist der terrestrische Rundfunk mit DVB-T2 das einzige ausfallsichere Uebertragungsmedium fuer Bewegtbilder und sollte zumindest von den oeffentlich rechtlichen flaechendeckend ausgebaut werden, fuer Empfang mit Antenne in Fensternaehe zumindest.
Bin gespannt, ob sich die jetzige Situation auf Entscheidungen ueber die Zukunft der Terrestrik nach 2030 auswirkt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hochwasserkathastrophe
BeitragVerfasst: Di 20. Jul 2021, 11:18 
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DID-Mitarbeiter

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Beiträge: 7260
Wohnort: südliches Sachsen-Anhalt
Daran wird auch 6G nichts ändern.

Meine Dachantennen für Rundfunk und Mobilfunk bleiben jedenfalls.

_________________
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