So wie ich die Ausschreibung verstehe, werden der 10B und 12D komplett eingestampft und MABB und RBB nutzen gemeinsam die neue Struktur aus sechs Regionalmuxen.
In dem Ausschreibungstext befindet sich nämlich folgender Passus:
Zitat:
Die telekommunikationsrechtlichen, landesweit gemeldeten Bedarfe die bislang mit den DAB+-
Kanäle 10B und 12D realisiert sind, werden zukünftig entsprechend des vorstehenden Verbreitungskonzepts geändert und stehen dann nicht mehr als landesweite Multiplexe zur Verfügung.
Heißt für mich, 10B und 12D werden für die regionalen Muxe geschlachtet.
Gleichzeitig heißt das für mich, dass in jedem Regiomux künftig sechs RBB-Wellen senden werden (Antenne BB, rbb 88.8, radio1, radio3, Fritz & rbb24), ggf. regionalisiert.
Dazu wie in der Ausschreibung vorgesehen, vier landesweit regionalsierte Plätze für den Privatfunk (mutmaßlich wohl BB Radio, 94.3 rs2, BRF 91.4 und Schlager Radio).
Und dazu dann - wie in der Ausschreibung beschrieben - Alex Radio landesweit sowie pro Mux ein NKL.
Macht in Summe dann zwölf Plätze die gesetzt sind.
Unter der Annahme, dass der RBB pro Welle bei den 80-88 kbps bleibt und ein paar CU noch für die Datendienste braucht, bekäme man dann pro Region noch zwei bis drei regionale bzw. lokale Programme unter. (Radio Cottbus, Oderwelle, Lausitzwelle, etc.)
Diese Restkapazitäten sollen wohl in einer späteren Ausschreibung vergeben werden, sobald diese erste Ausschreibung durch ist.
Grundsätzlich finde ich das Prinzip der gemeinsamen Muxe für Strukturschwache Flächenländer wie Brandenburg, MV und RP ja sehr sinnvoll.
Aber die Großstädte wie Cottbus und Frankfurt (Oder) werden natürlich spürbar weniger Programme ab 2028 haben, da viele Private aus dem 12D wohl künftig nur noch in und um Berlin empfangbar sein werden.
7B und 7D bleiben ja offenbar als Berliner Muxe erhalten und der RBB kann dann künftig einige doppelte Programme im 7D abschalten die über den neuen Berliner Regiomux verbreitet werden. Diese CU könnte die MABB dann für den Privatfunk ausschreiben.