die Sender wären ja auch nicht 2015 abgeschaltet worden, sondern eben 2025 wenn die Verträge alle sooo lang laufen. das hätte man also auch erst jetzt öffentlich machen müssen und nicht schon damals. und wenn DAB wieder gescheitert wäre, hätte man eben neue Verträge gemacht. sehe das Problem nicht. man muss doch wirtschaftlich und zukunftsweisend planen, vorausschauend denken und handeln.
DAB gibt es in Deutschland seit 1999 im Regelbetrieb.
DAB+ gibt es in Deutschland seit 2011 im Regelbetrieb.
DAB+ feierte in Deutschland 2021 sein 10. Jubiläum.
Das DLRadio war von Anfang an der Hauptakteur. (
https://www.dabplus.de/2021/07/30/10-ja ... ehr-radio/)
Soweit die Fakten.
Wenn man eine neue Technologie puschen will, muss man sich zwangsläufig vom Alten trennen, auch bereit sein Risiken einzugehen. siehe Tesla. Mittelwelle und Langwelle hat man bei DLF und DLR Kultur doch auch abgeschaltet, ohne dass man zu dem Zeitpunkt (2015 war das) über UKW flächendeckend empfangbar war in BW und Bayern. und ohne dass man die Aussicht hätte, jemals dort flächendeckend auf UKW empfangbar zu sein.
alles was vom DLR das UKW Aus betrifft, waren bislang reine Lippenbekenntnisse und genau deshalb wurde das Abschaltdatum immer wieder vorausgeschoben, weil niemand sich voran zu gehen traut und Fakten schafft. alle haben sie Angst dass ihre wertvoll gebunkerten UKW Frequenzen an (private) Konkurrenten gehen . gerade aber beim DLR hat man doch ohnehin auf UKW seit jeher im Süden und Westen eine schlechte Versorgung, zumindest vielerorts für eines der zwei Programme. warum musste man sich zb noch die BFBS und AFN Frequenzen unter den Nagel reißen? vollkommen unnötig war das.
man kann doch nicht auf alle Ewigkeit beide Systeme parallel laufen lassen, auch nach über 10 Jahren. zumal die ÖR Rundfunkanstalten mittlerweile einen Punkt erreicht haben, andem sie einfach mal sparen MÜSSEN an den Verbreitungskosten. die KEF hat doch klar dazu Position bezogen.
wenn das DLR also DAB will, dann muss es auf UKW verzichten. und zwar nicht nur sich ein paar unrentabel gewordene Füllsender ausknipsen weil der Mitmieter auch runtergeht, sondern von sich aus konsequent einen nach den anderen Standorten vertraglich abkünden. und nicht noch wieder neu installieren oder irgendwelche Behelfslösungen wie jetzt in Pößneck.
der ÖR Rundfunk hat diesbezüglich ein klares Glaubwürdigkeitsproblem. man propagiert DAB, hält aber gleichzeitig kramphaft an UKW fest. beides geht aber nicht, aufgrund der Inflation (gestiegene Strompreise). außerdem müssen die Anfang der 90er installierten Füllsender in Kürze ersetzt werden, weil sie am Ende ihrer Lebensdauer angelangt sind. wäre mal ein guter Zeitpunkt reihenweise leistungsschwache Frequenzen abzuschalten.
dann wird sich auch zeigen, dass das UKW Band keineswegs überall so voll ist, sondern dann werden die verbliebenen GNS wieder ihre Reichweite ausspielen können.
wenn man sich in anderer Ebene nicht getraut hätte würden wir heute immer noch vor unseren Schwarzweiss Röhrenfensehern sitzen oder noch mit Kohleofen heitzen. nur bei der Digitaliserung des Radios dauert alles Jahrzehnte. dabei sind die Sendeabwicklungen und Studios schon seit 20 Jahren überall voll digitalisiert.
aber die Öffis haben eben die niemals versiegende Quelle "Rundfunkbeitrag" und es sind ja nicht ihre Gelder. von daher ist es denen Wurscht ob man noch 10, 20 oder 30 Jahre lang simulcastet. würde der Zwangsbeitrag aber vom Parlament abgeschafft und sie müssten den Simulcast selber finanzieren aus eigener Tasche, was meinst du wie schnell mit UKW schluss wäre !
