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BeitragVerfasst: Mo 5. Feb 2018, 14:29 
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DAB-Freak

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Zitat:
DAB+ in Europa: Jedes in der EU verkaufte Radio soll digitalen Empfang gewährleisten
Die European Broadcast Union (EBU), die European Digital Radio Alliance (EDRA) und der Digitalradio Weltverband WorldDAB haben eine Erklärung zur Interoperabilität des Radios abgegeben. Die drei Parteien setzen sich dafür ein, dass alle künftig in der EU verkauften Radiomodelle über eine Schnittstelle zum digitalen Radioempfang, z.B. für DAB+, verfügen sollen. Nur so könne Radio zukunftsfähig und die Nutzung in der gesamten EU möglich bleiben. Eine entsprechende Richtlinie soll in einem einheitlichen Codex für Rundfunk in der EU (European Electronic Communications Code) verankert werden.

Der genaue Wortlaut der Erklärung:

Bei den laufenden Trilog-Sitzungen über die vorgeschlagene Richtlinie zur Einführung eines einheitlichen Codex für Rundfunk in der EU (European Electronic Communications Code), fordern wir die unterzeichnenden Organisationen auf, spezifische Bestimmungen zur Förderung der Interoperabilität von Radiogeräten im endgültigen Wortlaut des EU-Kodex festzuschreiben.

Die Einführung solcher Bestimmungen auf EU-Ebene ist ein wichtiger Schritt, um den Übergang des Rundfunks in die digitale Zukunft zu erleichtern, was den Zuhörern, Sendern und Geräteherstellern Vorteile bringt. Diese Bestimmungen würden dazu beitragen, die Einführung von Digitalradio in der EU zu beschleunigen - und dadurch Innovation und Wettbewerb fördern, Größenvorteile schaffen und die Interoperabilität und grenzüberschreitende Portabilität von Geräten gewährleisten.

Artikel 105 und Annex X des vorgeschlagenen Kodex enthalten Bestimmungen, die die Förderung interoperabler digitaler Fernsehgeräte in Europa erfolgreich unterstützt haben. Wir plädieren nachdrücklich für die Schaffung einer ähnlichen Erfolgsgeschichte für interoperablen Radioempfang in ganz Europa.

Radio wird von Hörerinnen und Hörern überall in Europa genutzt. Im Schnitt erreicht der Hörfunk pro Woche 87 Prozent aller Europäer. Dieses Potential muss im digitalen Zeitalter bewahrt werden.

Radio ist ein wichtiges Medium, über das die Bürger auf ein vielfältiges Angebot an Informationen, Nachrichten und Unterhaltung zugreifen können - oft mit regionaler und lokaler Ausrichtung. In einer Zeit, in der der Zugang zu den Medien von einer wachsenden Zahl von meist global agierenden Akteuren (in erster Linie Technologie-Giganten) geprägt wird, ist Radio das vertrauenswürdigste Medium in Europa.

Warum ist es wichtig, die Digitalisierung von Radiogeräten zu unterstützen?

1. Um Vorteile für EU-Bürger zu maximieren.

Die Digitalisierung des Rundfunks ist der Schlüssel zur Verbesserung der Klangqualität und zur Erhöhung der Zahl von Programmen und Formaten - einschließlich einer Reihe von neuen Datendiensten-, um besser auf die Bedürfnisse der Zuhörer heute und in der Zukunft eingehen zu können. Die Digitalisierung bietet auch die beste geographische Abdeckung des Radios, sowohl national als auch grenzübergreifend.

2. Als Beitrag zum digitalen Binnenmarkt der EU und zur Förderung des Wirtschaftswachstums.

Die Förderung des digitalen Radios und die Schaffung eines planbaren Regulierungsrahmens auf EU-Ebene wird dem Medium helfen sich zu modernisieren und sein Wachstumspotential auszuschöpfen. Dies wird die Schaffung neuer hörfunk- und plattformübergreifender Dienste erleichtern und den Binnenmarkt für Übertragungsinfrastrukturen durch Schaffung eines europaweiten Marktes für digitale Radioempfänger und -dienste fördern.

3. Um einen effektiven und effizienten Einsatz von digitaler Technologie zu erleichtern.

Terrestrischer Rundfunk, ob analog oder digital, bietet eine sichere, zuverlässige, beliebte und kostenfrei empfangbare Plattform. Radio bleibt bei Naturkatastrophen weiter verfügbar, es bietet verlässliche Notfall-Warnungen wo nötig und bietet zuverlässige Verkehrsinformationen für alle Europäer. Die zunehmende Verbreitung von digital-terrestrischen Radio in Europa (wie DAB, DAB+ Standards) wird diese Vorteile maximieren.

Derzeit sind nationale DAB oder DAB+ Programmangebote in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Malta, Italien, Dänemark und Slowenien verfügbar. Weitere Länder mit regionalen DAB+ Ausstrahlungen sind: Frankreich, Polen, Irland, Spanien, Schweden und die Tschechische Republik. Aktuell finden in Österreich, der Slowakei, Ungarn, Kroatien, Griechenland, Bulgarien und Rumänien Testbetriebe statt. Darüber hinaus ist in den Ländern Norwegen und Schweiz DAB+ bereits so weit verbreitet, dass in Norwegen die UKW-Netze 2017 abgeschaltet werden konnten und die Schweiz diesen Schritt zwischen 2020 und 2024 plant.

Neue Bestimmungen für interoperable Radioempfänger gewährleisten eine grenzüberschreitende Funktionalität (besonders wichtig für Autofahrer) und fördern die Digitalisierung des Rundfunks.

Als Schlüsselkomponente zur Förderung der digitalen Gesellschaft in Europa kann eine Internet-Konnektivität auch die terrestrischen Kapazitäten erweitern. Da die Internetübertragung jedoch weniger effizient und weniger zuverlässig ist als die terrestrische Verbreitung (z. B. in Notsituationen), ist IP Radio eher eine Ergänzung des terrestrischen Rundfunks denn eine brauchbare Alternative. In einigen Ländern, in denen derzeit keine Pläne für die Einführung von digital-terrestrischem Radio existieren, könnte an ein Internet-gestütztes Radio höhere Ansprüche gestellt werden.

4. Um knappe Frequenzressourcen effizient zu nutzen.

Die Förderung von Digitalradio wird zu einer effizienteren Nutzung von Funkfrequenzen führen. Während eine UKW-Frequenz nur ein einziges Programm unterstützt, kann eine DAB + Frequenz bis zu 20 verschiedene Programme gleichzeitig übertragen.

Gemeinsam fordern wir Sie auf, Bestimmungen im EU-Kodex für elektronische Kommunikation zu entwickeln und zu verabschieden, um die Zukunft des Radios in einer digitalen Umgebung sicherzustellen.

Wir begrüßen die Position des Europäischen Parlaments insofern sie vorsieht, dass in jedem EU-Markt verkaufte Radioempfänger analoge und digitale Empfangsmöglichkeiten haben sollten.

Um die große Reichweite und die Vorteile des Rundfunks in der EU auch im digitalen Zeitalter zu maximieren, sollten diese grundlegenden Bestimmungen zumindest für alle Empfangsgeräte im Auto und für die meisten Verbraucherradios gelten.

Unterzeichner der Erklärung:

- Noel Curran, Director General EBU
- Travis Baxter, Chair EDRA
- Patrick Hannon, President WorldDAB




Quelle:Satnews http://www.satnews.de/pda/mlesen.php?id ... 237e5cb9c7


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BeitragVerfasst: Sa 21. Apr 2018, 11:44 
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Foren-Neuling

Registriert: Sa 21. Apr 2018, 11:31
Beiträge: 1
Guten Tag,

Dab+ bietet wirklich jede Menge Vorteile und es ist nur noch eine Frage der Zeit bis diese Übertragungstechnik standardisiert wird. Wenn man sich beispielsweise das Makita DMR 110 anschaut, sieht man wie die Nachfrage auch nach und nach immer weiter steigt. Daran erkennt man dass viele Menschen schon umsteigen wollen und auch teilweise schon zufrieden sind mit dieser Übertragungstechnik.

Aus diesem Grund denke ich, dass wir uns auch schon langsam umstellen sollten und nicht so negativ über neue Sachen urteilen sollten.

EDIT VON CHRIS - Werbelink entfernt, keine Werbung für Fremdseiten ohne Erlaubnis.


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BeitragVerfasst: Sa 21. Apr 2018, 12:46 
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DID-Mitarbeiter

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Naja für DAB+ läuft es erstmal nicht schlecht. In Deutschland starten immer mehr kleine günstige Empfangsschwache Netze, aber sie gibts. Auch im Ausland kommt immer mehr DAB+ zur Ausstrahlung.

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BeitragVerfasst: Sa 21. Apr 2018, 15:36 
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DAB-Interessierter

Registriert: Mo 29. Jan 2018, 20:03
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Das DAB zuverlässiger ist als Internet, das konnte ich selbst feststellen. Im ganzen Wohnblock war für ca. 20 Stunden das Netz ausgefallen. Damit war Rundfunk, Telefon und TV über Internet nicht mehr möglich. An der mittelmäßigen Internetversorgung wird sich in Deutschland auch nicht so schnell etwas ändern.

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BeitragVerfasst: Sa 21. Apr 2018, 15:55 
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DID-Mitarbeiter

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Man muss aber anerkennen das dieses Makita Radio hier im Forum bei allen die es kennen einen guten Ruf und das zu Recht genießt. Gerade diese Geräte bieten guten Empfang und ordentlichen Sound und tragen so zur Durchsetzung von DAB+ bei.

Im allgemeinen sprechen aber hier recht offen über Geräte und nennen diese auch beim Namen.

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BeitragVerfasst: Mi 11. Jul 2018, 21:25 
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DID-Mitarbeiter

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Zitat:
EU-Parlament votiert für Digitalradio-Pflicht in Neuwagen

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BeitragVerfasst: Do 12. Jul 2018, 08:08 
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DID-Mitarbeiter

Registriert: Sa 27. Apr 2013, 11:48
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Mal schauen was nach dem Sommer rausspringt.
Aber ich garantiere es. Es wird nicht besser werden, solange man nur Outdoor zu 99% DAB+ empfagen kann.

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BeitragVerfasst: Do 12. Jul 2018, 17:18 
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DAB-Interessierter

Registriert: Mo 29. Jan 2018, 20:03
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Irgendwie hört sich manches wie in den 1960er Jahren an, als Stereo eingeführt wurde und viele Leute meinten, es sei unsinnig, daß man zum Musik hören jetzt auf einmal zwei Lautsprecher benutzen soll, da man doch über einen Lautsprecher alles hören könne. Merkwürdigerweise war man beim TV schneller bereit umzusteigen. Von schwarz/weis auf Farbe von 4:3 auf 16:9, von Röhre auf Flachbild, von SD auf HDready, danach auf FullHD, jetzt auf UHD und das ist bestimmt nicht die letzte Station ...

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BeitragVerfasst: Do 12. Jul 2018, 20:12 
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DID-Mitarbeiter

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Vergleiche mal mit dem Handy.
2G, 3G, 4G und bald 5G. Immer werden neue Wunder versprochen. Was nutzt mir heute noch 3G. Als einziges hatte das mal die Telekom, ist aber wieder abgebaut und ging nur am Fenster. Also wieder 4G Handy kaufen. Ähnliches Beispiel Apps. Funktionieren auch nicht mehr alle auf meinem Nokia N95. Das Navi lässt sich nur mit bezahlten Abo nutzen. Da gibt es seit 8 Jahren keine Möglichkeit mehr. TuneIn fügt keine neuen Webradios mehr hinzu. Wer Premium Kunde ist hat umsonst gezahlt. Nur wenn dann mal ein neues Radio her muss wird an 5€ gespart.

Ich begrüße es jedenfalls das die EU diesen Weg gehen möchte. Soll jeder selber entscheiden was er hören will. Da es neue Autos meist nur noch ohne AM gibt und meines schon DAB hat bleibe ich meinem sparsamen Diesel noch lange treu. Wenn ich mir den DAB Empfang mancher Werkslösungen ansehe bin ich sehr gut bedient.

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BeitragVerfasst: Fr 13. Jul 2018, 13:46 
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DAB-Interessierter

Registriert: Mo 29. Jan 2018, 20:03
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Es ist schon merkwürdig, daß die Leute glauben, wenn UKW-Rundfunk verschwindet, die Welt geht unter.
Ich nutze DAB+ seit 2012 ausschließlich, und es ist auch das einzige System, das mit einer Indoor-Antenne einwandfrei funktioniert.
UKW-Empfang mit Zimmerantenne ist wie Meeresrauschen mit Musik- oder Spracheinlage.
Gestern erhielt ich vom hess. Rechnungshof die Mitteilung, daß die KEF erwartet, daß bis zu ihrem Bericht im Frühjahr 2019 eine Entscheidung des Bundes und der Länder ein Konzept zur UKW-Abschaltung vorliegen muß. Dieser Termin dürfte in etwa 10 Jahren sein. Das bedeutet, die Industrie sollte jetzt für Deutschland keine neuen UKW-Empfänger produzieren.
Ich habe meine Radios nach ca. 18 Jahren durch neue ersetzt und werde falls notwendig, auch meine jetzigen Empfänger Ende der 2020er Jahre ersetzen.

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