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BeitragVerfasst: Di 20. Feb 2018, 19:49 
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DAB-Freak

Registriert: So 15. Sep 2013, 16:09
Beiträge: 5377
Zitat:
So sei die Anzahl der Empfangsgeräte für DAB+ in den Haushalten 2017 geringer gewachsen als 2016: "Die Anzahl der Digitalradio-Empfangsgeräte auf Basis des DAB+-Standards (Digital Audio Broadcasting – DAB) ist danach im Vergleich zum Digitalisierungsbericht 2016 lediglich um 20,2 Prozent gewachsen – in der Vorperiode lag der Zuwachs noch bei 28,8 Prozent." Die KEF erwartet bei DAB+ eine jährliche Steigerungs­rate von jeweils 33 Prozent. Nur dann würde sie den Gesamt­aufwand für die terrestrische Versorgung mit Hörfunk­programmen weiter anerkennen.

Seit der Veröffentlichung des 20. Berichts im April 2016 seien aber im Umfeld der Einführung von DAB+ auch einige positive Entwicklungen zu verzeichnen. Insbesondere sei der auf der Website des Bundes­ministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) zu findende "Aktionsplan für die Transformation der Hörfunk­verbreitung in das digitale Zeitalter" aus dem Februar 2017 zu erwähnen. Dieser gebe allerdings keine Hinweise auf eine mögliche Entscheidung zum Konzept der UKW-Abschaltung, adressiere aber die Erwartung der Kommission bezüglich der Methodik zur Ermittlung der DAB+-Nutzung.

Bei der ARD erkennt die Kommission für 2017 bis 2020 für das Entwicklungs­projekt Digitaler Hörfunk (DAB+) einen Aufwand von 100 Millionen Euro an, das sind jährlich 25 Millionen Euro. Der anerkannte Betrag für 2017 bis 2020 liegt um 22,7 Millionen Euro unter der Anmeldung der ARD von 122,7 Millionen Euro.

Beim Deutschlandradio erkennt die Kommission einen Aufwand von 63,6 Millionen Euro an, das sind jährlich 15,9 Millionen Euro. Der anerkannte Betrag für 2017 bis 2020 liegt um 3,3 Millionen Euro unter der Anmeldung des Deutschland­radios von 66,9 Millionen Euro.

Bereits in ihrem 20. Bericht hatte die KEF ein Modell entwickelt, bei dem die anerkannten Beträge für die Hörfunk-Verbreitung per UKW und per DAB+ gemeinsam betrachtet und die Summe dieser Kosten graduell vermindert wird. Ziel des Modells sei es, dass ab 2029 nur noch die Verbreitungs­kosten für DAB+ anerkannt werden, die nach Schätzung der ARD ausweislich der Anmeldung zum 21. Bericht zirka 80 Prozent der Kosten der UKW-Verbreitung betragen werden. Mit dieser Maßnahme ist die ARD entweder zu einem sukzessiven UKW-Ausstieg gezwungen, oder zu einem Wieder­ausstieg aus der digitalen DAB+-Technologie.


https://www.teltarif.de/rundfunk-radio- ... 71751.html


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BeitragVerfasst: Mi 21. Feb 2018, 14:19 
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DAB-Interessierter

Registriert: Mo 29. Jan 2018, 20:03
Beiträge: 101
Wohnort: Rhein-Main
Ja, ja, die liebe Statistik.
Selbst wenn die Anzahl der Neukäufer stabil bleibt, dann wird der Prozentwert von Jahr zu Jahr immer geringer werden.
Das habe ich bereits vor 50 Jahren in der Schule gelernt.
Auch der statistische Wert der neuen DAB-Sender ändert sich.
Beispiel: Wenn z.B. im Jahr x 20 Sender in Betrieb waren und im nächsten Jahr 20 hinzukamen, dann beträgt die Steigerung 100%.
Kommen ein Jahr später wieder 20 hinzu, dann ist die Steigerung gegenüber dem Vorjahr nur noch 50%, obwohl sich der Bestand gegenüber dem Jahr x verdreifacht hat.
Man sollte also keiner Statistik trauen, die man nicht selbst erstellt, oder sich nach seinen Interessen zurechtgebogen hat.

_________________
HiFi-Fan


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